Honig richtig lagern

Honig sollte immer dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Verschließen Sie das Glas  immer sorgfältig denn Honig hat die Tendenz, Wasser aus der Luft aufzunehmen und anzusammeln. Der Wassergehalt des Honigs nimmt dann zu. Überschreitet er einen Wert von ca. 20%, besteht die Gefahr, dass der Honig anfängt zu gären und damit verdirbt. Richtig gelagerter Honig hält sich über Jahre.

Hitze schadet der Honig Qualität

Wird Honig erhitzt gehen wertvolle Inhaltstoffe verloren. Dabei ist die Höhe der Temperatur ebenso auschlaggebend wie die Dauer der Erhitzung. Optimalerweise sollte Honig nie über 38°C erhitzt werden, dennoch ist eine längere Wärmeeinwirkung von 35 ebenso zu vermeiden wie eine kurze Erhitzung auf 70. In beiden Fällen leidet die Qualität des Honigs. Man sollte deshalb Honig nicht über einen längeren Zeitraum in die pralle Sonne stellen.

Bei Erkältung oder Halsschmerzen ist Honig im Tee ist ein bewährtes Hausmittel. Lassen Sie den Tee bis auf Trinktemperatur abkühlen, bevor Sie den Honig dazugeben. Auf diese Weise werden so gut wie keine Inhaltsstoffe des Honigs zerstört.

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Honig ist nicht gleich Honig – Qualitätsmerkmale

Bio Honig – oder was?

Bio-Imker müssen alle Trachtquellen, auch Felder mit konventionellem Ackerbau im Umkreis von 3 km ihres Standortes ermitteln und angeben? Bei zu vielen Anbaukulturen, die gespritzt werden droht eine Aberkennung der Zertifizierung als Bio-Betrieb.

Beim Kauf von Honig aus ökologischer Bienenhaltung sind die Risiken minderwertigen Honig zu kaufen, um ein Vielfaches geringer. Bio-Betriebe werden im Gegensatz zu konventionellen Imkern regelmäßig und gründlich geprüft. Sie wählen allein schon aus Eigeninteresse eine Umgebung in der kaum intensive Landwirtschaft betrieben und auf Gentechnik verzichtet wird, für den Standort ihrer Bienenvölker.

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Imkern und Honig – aller Anfang ist…leicht!

Bio Honig aus dem Landkreis Mühldorf - das Byodo Bienenprojekt

Bio Honig aus dem Landkreis Mühldorf - Byodo gibt Starthilfe | Bild © Claude Calcagno - Fotolia.com

Bienen halten macht Spaß. Sich mit dem Thema Bienen auseinandersetzen und die Bienen in ihrer Emsigkeit zu beobachten ebenfalls. Wie funktioniert das Leben in einem Bienenstock und wie macht die Biene den Honig?

Rund 60.000 Ausflüge, während derer die Bienen etwa drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen, sind nötig, um den Nektar für ein Kilogramm Honig zu sammeln. Honig ist viel mehr als nur ein Nahrungsmittel. Die Wirkung die dem Honig nachgesagt wird, reicht bis hin zur Einstufung als Heilmittel.

Am Anfang des langen Entstehungsprozesses steht entweder der Nektar oder Honigtau, den die Biene bei den Pflanzen holt. Die Hauptquelle des Nektars sind die Pflanzen-Blüten. Im Körper der Honigbienen, vor allem in der Honigblase, wird der gesammelte Saft durch Einwirkung verschiedene Fermente/Enzyme nach und nach zu Honig verändert.

Arbeiterbienen tragen den gesammelten Nektar oder Honigtau in den Bienenstock. Dort wird er von Biene zu Biene weitergegeben. Die Bienen im Stock lagern den Honig in Waben ein. Durch die mehrfache Weitergabe findet eine Anreicherung mit Fermenten statt und einer gleichzeitig stattfindenden Redkution des Wassergehaltes um bis zu 50%.  Hierdurch wird der Honig immer mehr zu dem, was er ist: eine dickflüssige Substanz, die wir nach dem Schleudern durch den Imker als Honig verzehren.

Honig ist eines der fazinierensten Stoffe, die es gibt.

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Gutes von der Bio-Biene – Interview mit Sonja Grill Anna Moldenhauer

Interview mit Sonja Grill von Anna Moldenhauer
Quelle: http://www.biorama.at/gutes-von-der-bio-biene-interview-mit-sonja-grill/

Was man alles beachten muss, wenn man selbst loslegen möchte, erklärt uns Sonja Grill. Die selbständige Diplomsozialpädagogin aus Geratskirche imkert seit fünf Jahren.

Sonja Grill vor dem Lehrbienenstand auf dem Gelände der Fa. BY'ODO Naturkost in Mühldorf

Sonja Grill vor dem Lehrbienenstand auf dem Gelände der Fa. BY'ODO Naturkost in Mühldorf

Was macht ein Imker genau?

Imker beschäftigen sich viel mit der Natur und den Bienen selbst. Bei der Haltung von Bienen lernt man nicht aus. Man befasst sich mit der Pflege und Vermehrung der Bienen und mit der Honiggewinnung.

Wie bist du zum imkern gekommen?

Zur Imkerei bin ich durch eine Bekannte gekommen. Die war der Meinung, dass ich in meiner Babypause Zeit für ein neues Hobby hätte und schenkte mir mein erstes Bienenvolk. Da ich immer schon Nutztiere halte und auch großes Interesse an Obstbäumen und Gemüsegärten habe, war der Schritt zu diesem wichtigen Nutztier nur konsequent.

Musstest du vorher einen Allergie-Test ablegen?

Einen Allergietest habe ich nicht gebraucht, weil ich auch schon vorher einige Male von Bienen gestochen wurde und nicht übermäßig reagiert hatte.

Was braucht man an Grundausstattung um imkern zu können?

Zum Anfangen braucht man eine Beute, das ist die Bienenbehausung mit Rähmchen und Mittelwänden, einen Wabenheber und einen Besen zum Beine abkehren. Schutzbekleidung ist wichtig, damit die Neugierde und Freude bestehen bleibt. Eine Honigschleuder ist zu Anfang noch nicht notwendig, wenn man bei einen befreundeten Imker schleudern kann. Ein Rauchgerät kann sinnvoll sein, ich hab keines. Nach dem Abschleudern braucht man etwas zum Bienen behandeln, gegen die Varroamilbe und Futterersatz in Form von Zucker.

Wie viele Bienen hältst du?

Momentan halte ich 7 Völker. Zwei davon wurden per Ableger gebildet.

Gibt es Regeln, wo man imkern darf und wo nicht?

Imkern darf man eigentlich überall. Man sollte halt immer auf die Nachbarschaft Rücksicht nehmen.

Was musst du bei der Honigproduktion darüber hinaus beachten?

Richtiger und fachgerechter bzw. tiergerechter Umgang mit den Bienen.
Ausreichend Abstand zu intensiv genutzten Äckern wegen der Spritzmittel. Ein Volk habe ich unmittelbar nach dem Spritzen verloren. Kein Einbringen von Stoffen in das Volk, die die Reinheit den Honigs verderben. Schleudern, wenn der Honig reif ist und absolut hygienisches Arbeiten bei der Gewinnung und Verarbeitung des Honigs.

Worin unterscheidet sich die Bio-Bienenzucht zu anderen Formen?

Die biologische Haltung der Bienen ist sehr auf eine artgerechte Haltung bedacht. Dort gibt es kein Flügelbeschneiden der Königin. Die Vermehrung durch Schwärme (Ein Teil der Kolonie sucht sich selbstständig einen neuen Bienenkorb, wenn der bisherige überfüllt ist, Anmerk. der Redaktion) ist gewünscht und wird nicht durch solch drakonische Maßnahmen verhindert. Bei der Behandlung der Varroamilbe werden entsprechende Mittel eingesetzt, die weder giftig noch bienenschädlich sind. Nach dem Abschleudern wird biologisch erzeugter Zucker eingefüttert.

Wie viel Honig produzieren deine Bienen im Monat?

Von meinen sieben Völkern haben fünf Völker dieses Jahr bisher fünfzehn Eimer mit jeweils 12 kg Honig erarbeitet. Die zwei Ableger wurden noch nicht abgeschleudert.

Wo verkaufst du deinen Honig?

Da ich voll berufstätig bin, habe ich wenig Zeit meinen Honig an den Mann zu bringen. Die Nachbarn und Verwandten holen sich immer wieder Honig und ich verschenke ihn auch viel. Es wäre schon schön, wenn ich meinen sehr guten Honig einfacher vermarkten könnte und einen wirklich fairen Preis bekommen würde.

Lohnt sich das Imkern für dich finanziell?

Finanziell lohnt sich für mich das imkern noch nicht, aber ich freue mich jeden Tag über mein eigenes Produkt. Ich liebe Latte Macchiato mit Honig. Probieren Sie es selbst.

Gibt es eine Ausbildung zum Imker?

Ja. Imker ist ein Beruf und man kann sogar den Meister machen.

Würdest du sagen, dass das Imkern ein Nachwuchsproblem hat?

Ja. Früher war das normal, dass jeder Bauernhof seine eigenen Bienen hatte. Heutzutage ist das eine Seltenheit. Viele Menschen haben auch Angst vor Bienen. Ich denke es sollte viel getan werden, die Bienen wieder dem Menschen näher zu bringen. Damit würden sich die Menschen auch wieder auf die Haltung eines der wichtigsten Nutztiere einlassen und freuen können.

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Der Gen-Honig und das Urteil des EuGH

Am 6. September 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Honig, der gentechnisch veränderte Pollen enthält muss zuerst geprüft und zugelassen werden, bevor er verkauft werden darf. Anstoß zu diesem  Urteil war die Klage eines deutschen Imkers, in dessen Honig geringe Spuren von gentechnisch verändertem Mais entdeckt wurden und der daraufhin Schadensersatz vom Freistaat Bayern forderte, dem das Feld mit dem Genmais gehörte.

In Folge dieser Entscheidung erhöhen sich die Hürden für den Anbau von Genpflanzen. Denn nun liegt es nicht mehr an den Imkern, dafür zu sorgen, dass ihre Bienen keine gentechnisch belasteten Pollen sammeln. Die Eigentümer gentechnisch veränderter Felder tragen die Verantwortung dafür, dass diese nicht andere Lebensmittel kontaminieren. Andernfalls machen sie sich schadensersatzpflicht.

Weiter könnte das auch das Aus für viele Importhonige bedeuten. Sie stammen häufig aus Nord- oder Südamerika, wo Gentechnik-Pflanzen verbreiteter sind als in Europa. Bereits jetzt haben einige Verkaufsketten diesen Honig aus ihren Regalen genommen.

Die nationalen Gesetzgeber werden sich wohl oder übel (wieder einmal) mit dem Thema Gentechnik auseinandersetzen müssen. Die Nulltoleranz und die Verlagerung der  Verantwortlichkeit sollten in die bestehende Gesetze aufgenommen werden. Ob unsere Gesetzgeber diesen Schritt machen, bleibt abzuwarten.

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Bio-Honig vom ersten Bio-Bieneninfostand des Landkreises Mühldorf

Bienen auf der Bienenwabe

Laut Lebensmittelverordnung ist Honig „ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau erzeugtes Lebensmittel“. Ihm darf nichts zugesetzt, aber auch nichts entzogen werden.

Somit ist praktisch jeder Honig zu 100% natürlich – aber warum gibt es dann noch Bio-Honig?

Ein Bioimker legt Wert auf eine ökologische Bienenhaltung, achtet die Natur, schont Ressourcen und arbeitet umweltfreundlich. Obwohl viele Imker nach diesen Leitgedanken handeln, dürfen sie sich nicht einfach Bioimker nennen oder gar Bio-Honig verkaufen. Dazu bedarf es einer Bio-Zertifizierung, die regelmäßige Kontrollen mit sich zieht.

Um frischen Wind in die Bioimkerei zu bringen, hat die Firma Byodo aus Mühldorf im August 2011 ihr „Bio-Bienen-Projekt“ auf den Weg gebracht. Auf dem Firmengelände lernen junge Imker am ersten Bio-Bieneninfostand des Landkreises Mühldorf den richtigen Umgang und die Pflege der kleinen Honigproduzenten. Die – nicht unerheblichen – Kosten für die Bio-Zertifizierung übernimmt Byodo.

Die erfahrene Imkerin Anni Misthilger leitet das Projekt und steht ihren Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Alle Beteiligten freuen sich schon darauf, wenn in ein bis zwei Jahren der erste bio-zertifizierte Honig aus dem Bieneninfostand in den Verkauf gehen kann.

Bis dahin versorgen Anni Misthilger und die anderen Imker vom Bauernland Inn-Salzach die Region mit köstlichem Honig. Unter www.bauernland-inn-salzach.de finden Sie Imkereierzeugnisse und noch viele weitere regionale Angebote.

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Bienenhaus Einweihung in Mühldorf a. Inn

BioBienen Projekt des Naturkostherstellers Byodo

Feierliche Einweihung des ersten Bioimker Lehrstand auf dem Firmengelände der Fa. Byodo Naturkost

Der Startschuß ist gefallen.

Im neuen Bienenhaus auf dem Firmengelände des Naturkostherstellers Byodo summt es bereits seit einigen Wochen. Drei Bienenvölker sorgen in Zukunft für die Bestäubung der umliegenden Bäume und Sträucher und sammeln dabei Honig für die 12 Jungimker, die sich hier ganz dem Thema Bio-Imkerei widmen.

 

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